Ein guter Move? Die auf Laufbänder spezialisierte Firma Moov bietet mit dem Walk Plus ein kompaktes Laufband zur einfachen Möglichkeit der Fitness in den eigenen vier Wänden. Wir haben einen Testlauf gewagt.
Moov ist mit dem Gründungsjahr 2019 noch ein recht junges Unternehmen. Schaut man auf deren Website, ist deren Spezialisierung glasklar: Laufbänder. Neben Laufbändern für Indoor-Spaziergänger gibt es für die etwas Laufkräftigeren auch flottere Modelle. Entweder man entscheidet sich für ein simples Modell oder für eines mit Steigungsfunktion. Letztere sind jeweils mit einem „Plus“ im Namen gekennzeichnet.
Der Hersteller stellte uns für einen Test das Modell Walk Plus samt Schutzmatte zur Verfügung. Gerade bei einer Full-Remote-Anstellung kommen Laufgelegenheiten gerne zu kurz und da sind Laufbänder wie diese eine günstige Gelegenheit, ab und zu an die Lauf-Fitness zu denken.
Ist der Walk of Life enthalten?
Zumindest für absolut unsportliche Bürohocker dürfte der Transport des sehr gut gepolsterten Kartons eine unfreiwillig sportliche Leistung werden. Stolze 42,73 Kilogramm Gesamtgewicht bringt das Komplettpaket auf die Waage. Und selbst das Laufband an sich wird mit einem hohen Nettogewicht von 35,6 Kilogramm angegeben.
Neben dem 64 x 16,5 x 133 Zentimeter großen Moov Walk Plus findet man eine knallig-orangefarbene Box mit der Aufschrift „All the tools to support your first step“. Damit sind nicht zwingend Babys angesprochen, sondern eher diejenigen, die den Moov Walk Plus erstmals in Betrieb nehmen wollen.
Der Inhalt der Box:
- „Read me first 02“-Notiz vom Gründer der Firma Mickey Woodley auf Englisch
- „Open this later 3“-Flyer mit Vorteilen und Meinungen
- 174-seitige farbige Anleitung in Englisch, Niederländisch und Deutsch
- Fernbedienung
- Sicherheitsleine
- zwei AAA-Batterien
- Schrauben
- 30 Milliliter Silikonöl
- Innensechskantschlüssel
- Steckschlüssel
- Werkzeug
- Kaltgerätestecker-Kabel
Zwar ist das Laufband noch nicht – wie etwa beim FlexiSpot MotionX GP01 – zu Beginn direkt einsatzbereit, aber es bedarf nur wenige Handgriffe. Nachdem man die Handläufe aufgeklappt hat, werden an den beiden Seiten mit den beigelegten Schrauben und dem Werkzeug die Armlehnen befestigt. Danach genügt es nur noch, das Kaltgerätestecker-Kabel in die Steckdose zu stecken und den danebenliegenden Schalter zu betätigen.
Fats Domino würde sich freuen, darauf einen Walk zu machen
Das hohe Gewicht kommt nicht von ungefähr; eine kräftige Stahlkonstruktion auf der Unterseite wird man beim Anheben auf der Unterseite bemerken. Lediglich die Elemente rund um das Display über dem Laufband bedienen sich am Plastik. Zum einfacheren Transport sind auf der Vorderseite Rollen angebracht.
Wird das Moov Walk Plus eingeschaltet, befindet es sich vorerst im Standby-Modus. Sofern auch die magnetische Sicherheitsleine an ihrem Platz ist. Denn ohne diese zeigt das Display mit piepender Begleitung lediglich den Fehlercode E07 an. Von hier aus kann entweder eines der zwölf vorprogrammierten Programme oder einfach nur das eigensinnige Laufprogramm gestartet werden. Sprich man stellt die Parameter eigenständig ein.
Außerhalb eines Programms rollt das Band nach einem kurzen Countdown mit einem Kilometer pro Stunde los. Das tut es auch, wenn man das Laufband mit einer höheren Geschwindigkeit vor der Pause betrieben hat. Die eingeleitete Pause geschieht nicht abrupt, sondern verlangsamt das Laufband seicht bis zum Stillstand. Das Sicherheitsband sorgt dafür, dass das Laufband aus Sicherheitsgründen noch schneller stillsteht, sollte daran gezogen werden.
Mit den Knöpfen an den Handläufen oder an der Fernbedienung kann die Geschwindigkeit um 0,1 oder 0,5 Kilometer die Stunde erhöht werden. Besitzer der Plus-Varianten verfügen zusätzlich über Tasten zur Steigungsfunktion, was nur während des Betriebs funktioniert. Wer seine Fitness auf die Probe stellen möchte, kann sich mit maximal 15% Steigung bis zu acht Kilometer pro Stunde auf dem Laufband bewegen.
Kleiner Wermutstropfen: das Display zeigt nicht sofort alle Werte an, sondern wechselt alle fünf Sekunden zu ebendiesen. Steigung, Schritte, Geschwindigkeit in Kilometer pro Stunde, Zeit in Minuten und Sekunden, Distanz in Kilometern und Kalorien werden auf den etwas dunklen Displays dargestellt.
Kleine Funktionen für den großen Schritt
Das Gehen auf dem Moov Walk Plus gestaltet sich angenehm. Nicht zuletzt wegen den Haltegriffen, die das leicht ungewöhnliche Gehen auf einem Laufband angenehmer gestalten. Der bürstenlose Motor arbeitet dabei recht leise. Folgende Lautstärken aus zirka 20 Zentimetern Entfernung wurden gemessen (ohne Person auf dem Laufband):
- Geschwindigkeit 1,0: ca. 38 Dezibel
- Geschwindigkeit 3,0: ca. 54,5 Dezibel
- Geschwindigkeit 5,0: ca. 63,5 Dezibel
- Geschwindigkeit 8,0: ca. 73 Dezibel
Ab der Geschwindigkeit 5,0 ist die Geräuschkulisse von der Ferne etwas vergleichbar mit einer leisen Waschmaschine im Betrieb.
Auch der Stromverbrauch hält sich in Grenzen (gemessen ohne Person auf dem Laufband, mit Person ungefähr 20 bis 25 Watt mehr Verbrauch):
- Geschwindigkeit 1,0: ca. 21,7 Watt
- Geschwindigkeit 3,0: ca. 57,5 Watt
- Geschwindigkeit 5,0: ca. 98,9 Watt
- Geschwindigkeit 8,0: ca. 170-180 Watt
Wenn der Motor das Laufband anhebt oder senkt, wurde ein Verbrauch von 125 Watt festgestellt. Im Standby wurde ein Verbrauch von 3,7 Watt angezeigt.
Ein Feature, welches wir anfangs gar nicht bemerkt hatten, war eine Bluetooth-Funktion. Nicht nur können damit bestimmte Fitness-Apps verbunden werden, um virtuell Strecken zu üben. Es lassen sich auch Musik-Apps verbinden, um über die Lautsprecher Töne zu wiedergeben. Allerdings ist die Qualität eher dürftig und die Lautstärke so niedrig, dass das Laufen auf dem Laufband das sogar übertönt. Die Verbindung über iOS (Apple iPhone 16 Pro mit iOS 27) klappte sofort, bei Android (CMF Phone (1) mit Android 16) tauchte das Moov Walk Plus doppelt auf. Für die Tonübertragung musste der Eintrag mit dem Kopfhörer ausgewählt werden.
Außerdem sollte man sich nicht auf die Anzeige der Schritte verlassen. Während des Betriebs registrierte das Moov Walk Plus einen Schritt gerne als zwei kurze aufeinander folgende Schritte. Dies geschah sowohl mit Haus- als auch mit Laufschuhen. Bei unserem Exemplar war zudem das Einklappen der rechten Armlehne mühselig.
Fazit: Ein guter Moov? Oder ein Moovwalk?

Ein schicker Laufsteg fürs Wohnzimmer: das Moov Walk Plus ist ein kräftiger Fitness-Begleiter für den Arbeitsalltag. Das hohe Eigengewicht resultiert in ein großartig verarbeitetes Laufband mit einem leisen bürstenlosen Motor. Die Handläufe und die Armlehnen geben ebenso wie die Sicherheitsleine Sicherheit beim Gehen oder Joggen.
Die Stiegungsfunktionen des Plus-Modells sind eine nette Ergänzung, um die Laufroutinen nochmal ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten. Und das lässt sich so einstellen, als würde man gerade leicht bergauf oder bergab gehen.
Ob es die Bluetooth-Lautsprecher gebraucht hätten, mag jeder für sich selbst bewerten. Sie sind definitiv zu klein, um die Geräuschkulisse des Laufbands in Verwendung zu übertönen. Qualitativ sind sie eher unterdurchschnittlich.
Die unverbindliche Preisempfehlung gibt der Hersteller mit 549 Euro an, gewährte jedoch zum Zeitpunkt der Berichterstellung einen Rabatt an, der den Preis auf 399 Euro senkt. Wer auf die Steigungsfunktion verzichten kann, kann mit dem Moov Walk 150 Euro von der unverbindlichen Preisempfehlung und 50 beim reduzierten Preis sparen. Bei Nichtgefallen können alle Modelle innerhalb von 66 Tagen problemlos zurückgegeben werden.
Der Hersteller schickte uns zudem die separat erhältliche Schutzmatte in den Maßen 80 x 130 Zentimeter für 34,95 Euro, die den Boden vor den „mächtigen“ Abdrücken des Laufbands schützen soll.
Im Rahmen des Moovtobers gibt es bei der Bestellung eines Walk Plus einen Tablet– und Tassenhalter gratis dazu. Obendrein gibt es über unsere Affiliate-Links mit dem Rabattcode DESKMODDER zusätzlich 30 Euro Rabatt auf die Bestellung.








Wer nicht unter Agoraphobie leidet oder an solch merkwürdigen Schauplätzen wie z.B. Berlin wohnhaft ist, der sollte die Möglichkeit des gehen/laufen/rennen im Freien nutzen.
Man kann Bewegung an der frischen Luft durchaus empfehlen, ohne dabei Menschen mit psychischen Erkrankungen als Randnotiz für eine Ausnahme vorzuführen oder sich über den Wohnort anderer lustig zu machen. Nicht jeder hat dieselben Lebensumstände, Arbeitszeiten oder gesundheitlichen Voraussetzungen. Ein Walking-Laufband ist außerdem kein Eingeständnis mangelnder Fitness, sondern für viele eine praktische Möglichkeit, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren.
Aber natürlich lässt sich aus einem Produkttest auch eine Gelegenheit machen, anderen ungefragt zu erklären, wie sie ihr Leben zu führen haben. Das sagt dann vermutlich mehr über den Kommentator als über das getestete Gerät aus.
So kann man einen Kommentar natürlich jederzeit darstellen, als diffarmierend.
Menschen mit Erkrankungen, egal welcher Natur, sind für mich kein Randnotiz. Ich lese allerdings zwischen den Zeilen und erkenne da ein Muster.
Was hat (mangelnde) Fitness bitte mit dem rausgehen zu tun, im Freien und/oder an der frischen Luft einer Aktivität nachzugehen?
Was genau ist in an der Werbung für dieses Gerät denn die gesundheitliche Voraussetzung?
Dazu sagt der Artikel rein gar nichts. Laufbänder sind nicht für Leute geeignet, die gesundheitliche (köprerliche) Einschränkungen haben. Unbeaufsichtigt kann es zu schweren Verletzungen bei der Benutzung kommen und wer hilft jemandem der zu Hause allein mit dem Teil ist? Draußen besteht eine größere Chance das einem jemand hilft, auch wenn es mehr als genug Leute gibt die sich gekonnt bei so etwas aus der Affäre ziehen.
@kepuexe: Wie gut funktioniert das denn so mit der vollen Konzentration auf die Arbeit beim Laufen? Wo ist der Notebookhalter? Wird die Maus auf dem Laufband bewegt? Wurde damit eine Steigerung der Produktivätit im Homeoffice erreicht?
Wenn das mit Homeoffice im Freien genauso gut funktioniert, geht das sicher. Sonst würde ich bei der Arbeit daheim doch lieber ein Laufband bevorzugen.
Jede Bewegung ist besser als keine Bewegung. Ganz egal wo sie stattfindet bzw. ausgeübt wird.
Hmm psychische Erkrankung ist sowie speziell in Deutschland.
Aber da wird sowieso falsch gemacht gerade herausgehen und mit Menschen reden hilft doch, als da alleine verloren in den 4 ecken.
Also wenn man Angst vor spinnen hat oder höhe angst was macht man da genau das Gegenteil man näher sich der spinne berührt sie und verliert so die Angst, bei Höhe Angst mit ärzlicher Begleitung natürlich in die Höhe oder auf ein Turm und herunterschauen, weil der Mensch ist ein gewohnheitstier und nach einer weils ist das weg.
und genau so auch bei der andern Sachen, große menge Menschen tja mit Begleitung IN die Menschen menge, aber sitzen in den 4 ecken und sagen ich bin immer alleine, und man hört mich nicht an, aber wenn man nicht herausgeht und redet freunde sucht passiert auch nichts.
Das ist ein ausgezeichneter Preis, wenn man die Rabattaktion nutzt. Die Steigungsfunktion würde ich aus Fitnessgründen empfehlen.
Selbst habe ich den KINGSMITH KS-Z3 HYBRID+, leider ohne Steigungsfunktion, aber sonst fast dieselbe Ausstattung.